Seit November 2003 ist die Freiwillige Feuerwehr Glashütte im Besitz einer Wärmebildkamera. Diese basiert auf der Technik der Thermografie. Die Kamera liefert ein wärmeabhängiges Bild der Umgebung. Auf einem LCD-Display stellt sie die Umgebung als grau-weiß-stufiges Abbild dar. Vereinfacht kann man sagen: je heller ein Gegenstand abgebildet wird, desto mehr Wärme gibt dieser ab. Da diese Technologie nicht durch Effekte wie Nebel, Brandrauch und Dunkelheit beeinflusst wird, ist sie für die Feuerwehr vielseitig als Hilfsmittel einsetzbar. Sie findet Anwendung in folgenden Gebieten:
Menschenrettung:
Auch in stark verqualmten Räumen sind Menschen aufgrund der spezifischen Wärmesignatur sofort von anderen Gegenständen im Raum zu unterscheiden.
Dieser digitale Meldeempfänger verfügt über 4 POGSAG-Codes, die frameunabhängig programmiert werden können. Bei Meldungseingang wird eine der Unteradresse zugeordnete Textnachricht zusätzlich angezeigt. Dadurch werden Meldungen unverwechselbar. Insgesamt können 20 Textnachrichten gespeichert werden. Zusätzlich verfügt der Melder über eine Echtzeit-Uhr.
Brandeinsatz:
Ein Brandherd kann im Innenangriff sofort und zielsicher lokalisiert werden. Ebenso kann die Brandausbreitung beurteilt werden. Mögliche Gefahren wie z.B. die Entstehung eines Flashovers können mit Hilfe der Kamera frühzeitig erkannt werden, so dass Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Ausbreitung:
Brandherde ohne offene Flamme, z.B. Glutnester oder Schwellbrände in Wänden und Zwischendecken werden aufgrund ihrer Wärmeabgabe erkannt und können präzise bekämpft werden.
Gefahrgut:
Mit Hilfe der Wärmebildkamera können Füllstände von Fässern ermittelt werden. Auch die Ausbreitung eines Gefahrstoffes, z.B. auf der Wasseroberfläche, kann aufgrund der unterschiedlichen Wärmeabgabe bestimmt werden.
Personensuche:
Immer häufiger wird die Feuerwehr zur Hilfe gerufen, wenn Personen vermisst werden. Auch hier erleichtert die Kamera die Suche und beschleunigt sie, da ein größeres Gebiet mit hoher Präzision abgesucht werden kann.
Die Wärmebildkamera TIx der Firma Bullard

Diese extrem robuste sowie leicht zu bedienende Kamera verfügt über einen Transmitter. Die Kamera ist also in der Lage, dass dargestellte Bild mittels Funkübertragung an eine Empfangseinheit zu versenden, die z.B. in einem Einsatzleitwagen installiert ist. Somit ist es nun auch dem Einsatzleiter möglich, die Lage vor Ort mit 'eigenen' Augen zu beurteilen. Bisher war er auf die Rückmeldungen des Atemschutztrupps angewiesen. Ebenso verfügt die Kamera über einen Blendenregler. Hiermit kann die Sensibilität der Kamera verändert werden, so dass nur heiße Gegenstände dargestellt werden. Kältere Gegenstände werden nur stark schemenhaft angezeigt. Dies erleichtert die Unterscheidung in kalt, warm, heiß und sehr heiß. Hier ein Beispiel:

Abb.1: Eine Person mit Feuerzeug (Foto)

Abb.2: Darstellung der Wärmebildkamera. Rechts und Links sind zwei Fahrzeuge zu erkennen. In der Mitte der Feuerwehrkamerad. Die Flamme des Feuerzeuges ist nur schemenhaft zu erkennen, da die Wärmestrahlung des Körpers die der Flamme überlagert. Im Hintergrund sind Spinde zu erkennen. Der weiße Strich im oberen, rechten drittel entspricht der Hallenbeleuchtung. Diese zahlreichen Wärmequellen können nun ausgeblendet werden.

Abb.3: Fahrzeuge, Deckenbeleuchtung, Spinde sind mittels Blendenregler ausgeblendet. Der Kamerad ist nur noch schemenhaft zu erkennen. Klar abzugrenzen ist nun aber die Flamme des Feuerzeuges. Ebenso kann nun zwischen der Hand der Person und Feuerzeug mit Flamme unterschieden werden. Dies ist in Abb. 2 nicht der Fall.

Abb.4: Ein Foto einer Wand im Aufenthaltsraum der Wache. Oben sind deutlich hinter der hellen Leuchtstoffröhre die isolierten Heizungsrohre (Aufputzmonate) zu erkennen. Sie 'verschwinden' im rechten Teil des Bildes in der Wand.

Abb.5: Anhand der Wärmebildkamera kann der Verlauf der Heizungsrohre in der Wand aufgrund ihrer Wärmestrahlung dargestellt werden. (Vergleichbar: Schwellbrand in der Wand.)