Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Glashütte erfolgte im Jahre 1890 in der damaligen Gemeinde Tangstedter Heide, die selber aber erst am 26.07.1896 auf den Namen Glashütte umbenannt wurde. An dieses Ereignis erinnert der Gedenkstein an der Kreuzung Segeberger Chaussee / Hummelsbütteler Steindamm.
Auf Anregung des damaligen Gemeindevorstandes Dabelstein wurde die Wehr auf einer Versammlung, bei der sich ausreichend freiwillige Bürger meldeten, gegründet. Die Wehr war ca. 16 - 20 Mann stark. Zum ersten Wehrführer ist der Kamerad Fuhlendorf, zum Stellvertreter der Kamerad Borstelmann und zum Obersteiger der Kamerad Jarmers gewählt worden.
An Ausrüstungsgegenständen besaß die Wehr eine Handdruckspritze, Leitern, Dachhaken, Gurte, Seile und Ledereimer, die von der Gemeinde bezahlt worden sind.
Nähere Angaben über das damalige Geschehen sind leider nicht möglich, da sämtliche Aufzeichnungen darüber verschollen sind.
Während des 1. Weltkrieges ruhte die Aktivität der Wehr.
Am 26. Februar 1921 trat die Wehr mit 24 Kameraden wieder ihren Dienst an. Hauptmann wurde Hinrich Dabelstein, Stellvertreter Adolf Krogmann, Steigerführer Konrad Finder, Spritzenführer Karl Lüdemann und Schriftführer Heinrich Schuster.
Am 4. September bereits fand ein Ball mit Preisschießen statt. Im Jahre 1923 feierte man auf dem Festplatz bei Stubbe, verbunden mit einem Festumzug, das 30-jährige Stiftungsfest. Die Einnahmen beliefen sich auf 4.935.000,-- Mark!!! Die Ausgaben lagen bei 2.976.300,-- Mark, der Überschuß betrug damit 1.958.700,-- Mark. Für diese "hohen" Einnahmen aber kaufte man lieber 80 Pfund Roggen, da in diesem Jahr eine sehr hohe Inflation herrschte, und tauschte den Roggen später gegen Würstchen und Kaffee ein, denn am 25. September sollte für die Wehr ein Unterhaltungsabend durchgeführt werden. Der jährliche Beitrag der Mitglieder wurde auf die stolze Summe von 30 Millionen Mark festgesetzt, den man in 3 Raten zu zahlen hatte.
Auch in dieser schweren Zeit kam das Feiern nicht zu kurz und man beging bereits am 11. Mai 1925 in zwei Lokalen, bei Adolf Stubbe und bei Ernst Rehders, das 35-jährige Bestehen.
Am 23. April 1926 wurde Heinrich Wegener zum neuen Wehrführer gewählt und am 9. Oktober wurde die Gaststätte Harder zum Vereinslokal erkoren.
In den folgenden Jahren wurden weiterhin Kameradschaftsabende, öffentliche Tanzveranstaltungen und vieles mehr durchgeführt, und im Jahre 1930 am 11. Mai wird das 40-jährige Stiftungsfest begangen.
Aus diesem Anlaß stiften die Ehefrauen ihren Männern eine Fahne, die auch heute noch vorhanden ist. Die ersten Fahnenträger waren O. Offen, Max Rehders und Martin Borstelmann.
1931 werden die Kameraden unter anderem zu einem Einsatz gerufen, bei dem die Glashütter Windmühle, an deren Stelle heute das Hotel "Norderstedter Hof" zu finden ist, durch ein Feuer vernichtet wird.
Die letzte Eintragung im Protokollbuch vor dem 2. Weltkrieg stammt von der Generalversammlung am 6. April 1939, wo man beschloß, am 2. Mai einen Kameradschaftsabend bei Adolf Stubbe zu veranstalten und Rudolf Behrens, Mitbegründer der Wehr, wurde in die Ehrenabteilung überführt.
Es ist aber dennoch bekannt, daß am 14.Mai dieses Jahres die erste Motorspritze in Glashütte eingeweiht wurde.
Dieses bedeutete einen gewaltigen Fortschritt, denn bisher wurde die Handdruckspritze nur von Pferden zur Einsatzstelle gezogen.
Bei einem Einsatz kam es dabei öfter zu einem regelrechten Pferdewettrennen, denn nach der Alarmierung durch Feuerhörner, die auf Feuerwehrleute im Ort verteilt waren, mußten die Bauern zum Spritzenhaus am Neuen Steindamm kommen, um die "Spritze" zur Einsatzstelle zu ziehen. Der erste am Spritzenhaus bekam eine Prämie von 15,-- Mark.
Das alte Spritzenhaus ist übrigens noch heute erhalten und dient als Pferdestall am Glashütter Damm.
Über die schwere Zeit des Krieges gibt es keine genauen Aufzeichnungen, aber durch die zahlreichen stroh- und reetgedeckten Häuser, durch große Moor- und Heideflächen im Wittmoor und Glasmoor sowie durch den Tangstedter Forst begründet, gab es viele Brände, die gelöscht werden mußten. Da auch Glashütte vom Krieg nicht verschont blieb, wurden zudem 3 landwirtschaftliche Anwesen durch Brandbomben zerstört, und im Jahre 1943 mußten auch Einsätze in Hamburg mitgefahren werden.
Während dieser Zeit waren erst Martin Borstelmann und darauf Arthur Finnern als Wehrführer tätig.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Wehr unter dem Wehrführer Karl Jürgens wieder neu aufgebaut, denn auch in den Reihen der Wehr hatte der Krieg schmerzliche Lücken hinterlassen. Aber dank vieler junger Bürger Glashüttes, die sich dem Feuerwehrdienst zur Verfügung stellten, konnte der Neuaufbau erfolgreich betrieben werden.
Am 6.Mai 1951 wurde das 60 jährige Stiftungsfest beim Kameraden Adolf Stubbe begangen.
Die Einweihung des Ehrenmals, der im Krieg Gefallenen, fand am 16. November 1952 unter Teilnahme der Wehr und großer Anteilnahme der Bevölkerung statt.
Der Kamerad Hans Harder gab im Jahre 1954 seine Gastwirtschaft auf. Daher wurde am 26.Juli 1954 die Gaststätte "Zur Linde", Inhaber Emil Wrage, danach Erich Wrage, Vereinslokal der Wehr.
Aus Krankheitsgründen mußte Karl Jürgens vom Amt des Wehrführers zurücktreten. Am 13.August dieses Jahres übernahm Carl Vagt den Posten. Neuer Stellvertreter wurde Werner Dabelstein und Karl Jürgens, der sich große Verdienste um die Sache der Feuerwehr erworben hatte, wurde zum Ehrenwehrführer ernannt.
Das erste Feuerwehrauto, ein LF/TS 8, bekam die Wehr im Jahre 1955.
Auch sonst war in diesem Jahr viel zu tun. Am 7. August brannten, infolge eines Blitzschlages, die Stallungen des Landwirtes Max Rehders nieder und am 30. September wurde das 65-jährige Bestehen der Wehr gefeiert.
1956 erreichte Karl Vagt die Altersgrenze, und am 24. März wurde Werner Dabelstein zum neuen Wehrführer gewählt, Stellvertreter war nun Gustav Brumm , Schriftführer Werner Behrens und Kassenwart Alfred Lau.
Durch einen Blitzschlag, bei einem schweren Gewitter, kam es am 1. August 1959 zu einem Brand der Gaststätte "Zum Nordpol", die völlig ausbrannte. Den nächsten Großalarm gab es bereits am 5. September, wobei der Hof des Kameraden Hans-Heinrich Peters ebenfalls völlig abbrannte.
Darüber hinaus fand bereits am 12. Juli das 55. Kreisfeuerwehrfest des Kreises Stormarn in Glashütte statt. Wobei ca. 1.200 Kameraden in Glashütte zu Gast waren. Der Festumzug wurde von 5 Blaskapellen und einem Spielmannszug begleitet. Beim anschließenden Brandmanöver wurde ein Flugzeugbrand simuliert. Extra für diesen Zweck hatte man ein kleines Flugzeug angefertigt.
Später feierte man dann in drei Gastwirtschaften (Stubbe, Wrage, Lüdemann) das gute Gelingen, so wie es früher üblich war.
Die beiden Großfeuer in diesem Jahr machten deutlich, daß ein Tanklöschfahrzeug in Glashütte unbedingt notwendig war.
Da der Gemeinderat stets bemüht war die Belange der Feuerwehr zu erfüllen, wurde bereits am 18. September 1960 der Wehr ein neues TLF 16 zur Verfügung gestellt.
Das alte Feuerwehrhaus war nun zu klein und es wurde ein Umzug zur Tangstedter Landstr., an den Platz, der sich heute vor "Katamaran Timpe" befindet, nötig.
Am 16. März 1961 war es dann soweit, daß die Gründung der Feuerwehrkapelle erfolgen konnte. Unter der Führung von Christian Harder fand schon im Oktober bei Stubbe das erste öffentliche Konzert statt. Später übernahm W. Kümmel die Leitung.
Um 02.10 Uhr, am 7. Januar 1962, heulten wieder einmal die Sirenen in Glashütte. Der Hof des Landwirtes Willi Hinsch am Hummelsbütteler Steindamm, der bereits 1943 im Kriege durch Brandbomben zerstört worden war, stand in hellen Flammen. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude brannte völlig nieder.
Auch war die Glashütter Wehr bei der Flutkatastrophe 1962 in Hamburg im Einsatz.
Im Mai 1965 sollte aus Anlaß des 75-jährigen Jubiläums ein Festumzug sowie ein Brandmanöver stattfinden, doch mußte dieses Anliegen wegen Dauerregens entfallen. Aber beim Kameraden Stubbe wurde trotzdem gebührend gefeiert.
1966 übernahm Konrektor a.D. Walter Klähne die Leitung des Musikzuges.
Der Umzug in das heutige Feuerwehrhaus der Wehr, mit damals 4 Stellplätzen, an der Segeberger Chaussee 233 erfolgte im Jahre 1968.
1969 ging die Wehr eine kameradschaftliche Beziehung zur FF Rüthen im Sauerland ein. Hierdurch begründet sind viele gegenseitige Besuche erfolgt.
Als Reaktion auf die Gründung Norderstedts schlossen sich die vier Ortswehren der Ursprungsgemeinden Friedrichsgabe, Garstedt, Glashütte und Harksheide 1970 zur Stadtwehr Norderstedt zusammen, wobei jedoch jede Wehr ihre Eigenständigkeit behielt.
Das dritte Einsatzfahrzeug, ein LF 16, das später noch mit einem Hilfeleistungssatz ausgerüstet wurde, erhielt die Wehr im November dieses Jahres, noch auf Betreiben der Gemeinde Glashütte.
Dieses war das erste Fahrzeug, das von der Stadt Norderstedt an die Wehr übergeben wurde.
Das 80-jährige Bestehen der Wehr wurde in der Zeit v. 14.-16. Mai 1971 zu einem regelrechten Volksfest der Glashütter.
Durch die zunehmende Häufigkeit der Einsätze, bei denen bis dahin die Alarmierung durch Sirenen erfolgte, kam es zu einer zunehmenden Belästigung, nicht nur der Glashütter Mitbürger. Deshalb ist der 1. März 1972 ein besonderes Datum, da die Alarmierung ab jetzt "leise" erfolgte, nämlich per Funkmeldeempfänger.
Für diesen Zweck wurde im Feuerwehrhaus Harksheide die Alarmzentrale für ganz Norderstedt geschaffen. Die Kosten dieser Aktion beliefen sich auf ca. 240.000,-- DM, wobei allerdings auch noch alle Fahrzeuge mit Funkgeräten ausgestattet wurden.
In der heutigen Zeit besitzt jeder Feuerwehrmann in Norderstedt, im Unterschied zu den Anfangstagen, als teilweise die Alarmierung noch per Telefon weitergegeben werden mußte, einen Funkmeldeempfänger, und im Gegensatz zu den alten Koffergeräten, besitzt fast jeder Geräte, die wie Europieper "am Mann" getragen werden können. Auch erfolgt die Alarmierung nicht mehr analog mittels Sprachdurchsage, sondern digital per Cityrufmelder ähnlichen Geräten.
Da Werner Dabelstein aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte, wurde im Januar 1975 Fritz Westphal zum Wehrführer gewählt.
Einstimmig wurde Werner Dabelstein wegen seiner Verdienste um die Wehr zum Ehrenwehrführer gewählt.
Im Mai dieses Jahres feierte man das 85-jährige Jubiläum mit einem Zeltfest an der Poppenbütteler Straße.
Zu diesem Anlaß gesellte sich auch termingerecht die Einweihung des Erweiterungsbaues der Feuerwache, in dem hauptsächlich eine Teeküche und ein vergrößerter Schulungsraum untergebracht sind.
1976 hatte die Wehr u.a. einen harten Einsatz während der Sturmflut am 3./4. Januar, der sich über 17 Stunden erstreckte, sowie einen Flächenbrand im Wittmoor zu bekämpfen, bei dem 500.000 m² Moorlandschaft zerstört wurden. Unterstützt von sämtlichen Norderstedter Wehren, sowie 3 Berufs- und 5 Freiwilligen Feuerwehren aus Hamburg konnte die Feuerwand nach 10 Stunden harter Arbeit niedergerungen werden.
Gegen Ende des Jahres hat Erich Rhode die Leitung des Musikzuges übernommen.
Auf Norderstedter Ebene wird die erste DL 30 (Drehleiter mit 30 m Länge) angeschafft, die in der Wache Harksheide stationiert ist.
"Opfer" eines Verkehrsunfalles, während einer Einsatzfahrt, wurde im Mai 1977 das 17 Jahre alte TLF 16. Bereits am 27. Juli konnte Wehrführer Fritz Westphal die Schlüssel des neuen Tanklöschfahrzeuges, aus den Händen des damaligen 1. Stadtrats Andersson, in Empfang nehmen. Dieses Ereignis wurde mit einem zünftigen Schinkenbrotessen abgerundet.
Die Ampelanlage, die zur Sicherung der, an einer Kurve der B 432 ungünstig gelegenen, Ausfahrt der Feuerwache dienen soll, wurde ebenso in diesem Jahr errichtet.
1978 wurde die Tradition der Grillfeste in Glashütte begründet. Erstmals, am 16. Juni, fand dieses Fest auf dem Gelände des Kameraden Rudolf Radant statt. Eigentlich war es nur als eine Zusammenkunft von aktiven und fördernden Mitgliedern gedacht, aber es entwickelte sich immer weiter:
Aus 1979 ist besonders der Einsatz bei der "Schneekatastrophe" im Februar erwähnenswert, dessen Dauer sich auf insgesamt 36 kalte Stunden erstreckte.
1981 mußte das Grillfest aus "Platzgründen" auf das Gelände des Kameraden Günther Bade "umziehen". Hier fand das Grillfest bis zum Jahr 1998 unter großem Zuspruch der Bevölkerung statt.
Das wesentlichste Ereignis des Jahres 1983 war die Ersatzbeschaffung für das alte LF 8, den 1955 als erstes Glashütter Fahrzeug angeschafften Opel Blitz, mit dem sich für viele Kameraden auch schöne und amüsante Erinnerungen verbinden. Die Wehr erhielt dafür ein Sonderfahrzeug LF/TS 8 mit Seilwinde auf einem Unimog Fahrgestell mit Vierradantrieb. Das bedeutete eine wesentliche Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten.
Im Frühjahr 1984 brannte wieder einmal das Wittmoor. Nur durch den Einsatz aller Norderstedter Wehren, einiger Hamburger Wehren einschließlich der Berufsfeuerwehr sowie einiger Kräfte aus dem restlichen Kreis Segeberg, konnte der Schaden für die Natur im erträglichen Ausmaß gehalten werden.
Seit diesem Jahr wurde auch alljährlich ein Feuerwerk auf dem Grillfest abgebrannt, das immer wieder zahlreiche Freunde fand.
Die Einweihung des neuen Rathauses am 25. August aber war das herausragendste Ereignis dieses Jahres. Zu diesem Anlaß wurde von unserer Wehr ein prächtiger Umzug organisiert, der mit Teilnehmern vieler Glashütter Vereine und Verbände von Glashütte aus zum neuen Rathaus zog.
In 1985 wurden insgesamt 6.029,5 reine Einsatzstunden von den Glashütter Kameraden geleistet. Im Jahresbericht des Wehrführers treten unter anderem folgende Einsätze hervor:
Hilfeleistung für aus dem Nest gefallene Jungvögel; Ursache: Fehlstart; und Einfangen einer 24-köpfigen Ponnyherde in den frühen Morgenstunden; Ursache hier: Nicht genehmigter Betriebsausflug.
Die Glashütter Wache wurde in diesem Jahr durch einen neuen Fußboden in der Fahrzeughalle, verbunden mit einer Abgasabsauganlage, wiederum ein Stück den modernen Erfordernissen angepaßt.
1986 waren zwei Einsätze besonders erwähnenswert:
Am 25. Juni um 8.18 Uhr erfolgte eine schwere Gasexplosion am Kielort. Bei dem Einsatz waren sowohl Norderstedter Wehren, als auch Hamburger Wehren einschließlich der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Es wurden 7 Häuser zum Teil schwer beschädigt, Menschen kamen aber nicht zu Schaden.
Ein rabenschwarzer Tag für die Wehr hätte der 29. Juli werden können. Bei einem Kleinbrand in der Firma Schülke & Meyer wurde erst nach Beendigung des Einsatzes festgestellt, daß dort giftige Substanzen entwichen waren. Daraufhin mußten vorsorglich 22 Kameraden sowie 4 Beamte der Polizei in umliegende Krankenhäuser zu einer Vorsorgeuntersuchung eingewiesen werden. Glücklicherweise konnten keine Schädigungen festgestellt werden.
Weitere Großbrände waren am 20.Oktober gegen 18.30 Uhr in der Niendorfer Str. 46 in Garstedt und am 04. Dezember um 03.32 Uhr in einer Druckerei im Gewerbegebiet Stonsdorf.
Auch wurde der Glashütter Feuerwehr in diesem Jahr das Grundstück hinter der Feuerwache zur Verfügung gestellt. Ursprünglich sollten darauf dringend benötigte neue Parkplätze entstehen, doch rasch war man sich darüber einig, daß sich dieses Gelände vorzüglich für eine Erweiterung der Glashütter Wache eignen würde.
Im November 1987 wird der neue Gerätewagen-Gefahrgut (GWG), für die Norderstedter Wehr angeschafft und in Glashütte stationiert. Kameraden der Glashütter und der Friedrichsgaber Wehr übernehmen gemeinsam diese zusätzliche Aufgabe. Manche zusätzliche Stunde Freizeit muß für die intensive Ausbildung an dem Fahrzeug geopfert werden. In Glashütte sind nun alle vier Stellplätze belegt.
Im Herbst 1988 kann dem Gemeindewehrführer, nach einem Jahr der Ausbildung, die Einsatzbereitschaft des GWG gemeldet werden. In Friedrichsgabe und in Kaltenkirchen kommt das Fahrzeug im gleichen Jahr noch zum Einsatz.
Seit 1989 mußte bei unseren Grillfesten eine großflächige Verkehrslenkung vorgenommen werden, damit der, durch den großen Besucherzuspruch verursachte, Verkehr ordnungsgemäß ablaufen konnte.
Für 1990 steht das 100-jährige Bestehen und die damit verbundenen Feierlichkeiten im Vordergrund. Über ein Jahr der Planung und Vorbereitung ist hierfür aufgewendet worden.
Das Wichtigste in diesem Jahr aber ist, daß nun endlich mit dem Erweiterungsbau der Feuerwache begonnen wurde, wobei u.a. zwei neue Stellplätze, eine größere Küche und auch ein größerer Schulungsraum erstellt wurden. Dadurch stand mehr Platz für die vernünftige Lagerung feuerwehrspezifischer Dinge, sowie für Schulung, Übung oder andere Aktivitäten zur Verfügung.
Die Wehr bestand1990 einschließlich dem Musikzug aus 64 aktiven, 6 Ehren- und 230 fördernden Mitgliedern.
Der Vorstand bestand aus Wehrführer Fritz Westphal, Stellvertreter Günther Bade, Zugführer Wolfgang Rehders, Musikzugführer Erich Rhode, Kassenwart Edmund Schmidt, Schriftführer Heinz-Berthold Winter, Gerätewart Karl-Heinz Hömke, den Gruppenführern Werner Pein, Georg Rehders und Dieter Wegener sowie dem Gruppenführer der Reservegruppe Otto Timm.
Die Aktivitäten unserer Wehr erstrecken sich bei weitem nicht nur auf das Übungs- und Einsatzgeschehen oder nur auf feuerwehrtechnische Fortbildung sowie auf den Besuch von Lehrgängen auf Kreis- und auf Landesebene oder anderen "Feuerwehrdingen", sondern es wird, wie aus dem Text wohl schon zu ersehen ist, auch gerne mal gefeiert, wobei die Pflege der im Einsatzfall unbedingt notwendigen Kameradschaft hierbei im Vordergrund steht. Selbstverständlich sind hierbei auch die Partnerinnen der Mitglieder anwesend.
Als Veranstaltungen, die für die Mitbürger von der Wehr veranstaltet werden, sind besonders erwähnenswert die Preismaskerade im Februar, das Grillfest vor den Sommerferien, sowie in diesem Jahr natürlich das 100-jährige Bestehen der Wehr, zu dem die Leser recht herzlich eingeladen werden, um ihre Wehr einmal näher kennenzulernen.
In naher Zukunft wird auf Norderstedter Ebene eine zweite Drehleiter (DLK 23/12), sowie ein Atemschutzfahrzeug verbunden mit einer Strahlenschutzausstattung die Ausrüstung ergänzen.
Für die Glashütter Wehr bleibt zu hoffen, daß im kommenden Jahr ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) angeschafft, sowie vor allem für das mittlerweile 20 Jahre alte LF 16 mit Hilfeleistungs-Satz eine Ersatzbeschaffung entsprechend den neuesten technischen Möglichkeiten durchgeführt wird, damit sich die Einsatzfähigkeit der Wehr erneut wesentlich verbessern kann.
Der Verfasser dieser gerafften Zusammenfassung der letzten 100 Jahre Feuerwehrgeschehen hofft, daß er den Lesern einen kleinen Einblick in die Entwicklung der Feuerwehr in Glashütte ermöglicht hat, und daß sich der eine oder andere hierdurch an vergangene, möglichst erfreuliche Geschehnisse zurückerinnern kann.
Es darf hier aber auch nicht der Dank an all die Feuerwehrkameraden fehlen, die sich, größtenteils freiwillig, immer wieder auch selber in Gefahr begeben, um andere aus dieser befreien zu können.
Auch muß hier den Partnern und Angehörigen der Feuerwehrleute ein großer Dank ausgesprochen werden, da ohne ihr Verständnis und Mitwirken ein Engagement für die Feuerwehr gar nicht möglich wäre.
Schließlich bedanken wir uns auch herzlich bei den fördernden Mitgliedern für ihre teilweise schon Jahrzehnte andauernde Unterstützung der Feuerwehr in Glashütte. Auch würden wir uns sehr freuen, neue "passive" Mitglieder auf unserer Feier begrüßen zu dürfen.
Des weiteren bleibt zu hoffen, daß die verantwortlichen Stellen auch weiterhin immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr und damit für den Schutz der Bürger haben werden. Ebenso wichtig ist es, daß immer wieder genug neue Nachwuchskräfte gefunden werden, die sich mit dem Gedankengut des freiwilligen Helfens identifizieren können, und die damit auch bereit sind, für andere, Teile ihrer Freizeit oder gar Arbeitszeit zu opfern, damit diese gute Sache auch in Zukunft ihre Aufgaben voll erfüllen kann.
In diesem Sinne kann es für uns auch in der Zukunft nur heißen:
"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".